Die Donau-Schwebegarnele Limnomysis ist inzwischen im gesamten Bodensee verbreitet. 2009 gelang nur im Gnadensee kein Nachweis, im Winter 2010 war jedoch auch dieser Seeteil komplett besiedelt. Bei gleicher Verbreitung fällt zwischen Sommer- und Winterhalbjahr eine hohe Diskrepanz zwischen den Individuendichten auf. Die im Winter überall am Ufer auftretenden, erwachsenen Garnelen sterben bis zum Frühsommer. Somit ist im Sommer nur deren leicht übersehbarer Nachwuchs vorhanden und es entsteht der Eindruck, dass Limnomysis verschwunden ist – dies trifft jedoch nur auf adulte Tiere zu. Bis in den Frühherbst sind die Jungtiere ausgewachsen und die Massenvorkommen treten wieder auffällig in Erscheinung. Zwischen Sommer und Winter scheint es eine unterschiedliche Habitatpräferenz zu geben. Im Winterhalbjahr halten sich Schwärme im Bereich von Stegen und Häfen sowie in der Nähe grober Substrate auf. Im Sommer halten sich die einzelnen Limnomysis offensichtlich eher im Bereich von Wasserpflanzen auf.
Limnomysis konnte inzwischen in vier Zuflüssen nachgewiesen werden (Schussen, Alter Rhein, Dornbirner Ach und Luxburger Ach). Der Fundort in der Dornbirner Ach befindet sich ca. 2,5 km landeinwärts und ist bislang der am weitesten von der Mündung eines Bodenseezuflusses entfernte Fund eines „neuen“ Neozoons. Die Verbreitung in den Zuflüssen scheint jedoch nur so weit zugehen, wie der Einfluss des sommerlichen Bodenseehochwassers reicht.
Aktuelle Verbreitung im Bodensee:
Stand: Oktober 2010

Verbreitung von Limnomysis benedini im Bodensee im Februar 2009. Vorkommen in Zuflüssen sind als Raute dargestellt:

Verbreitung von Limnomysis benedini im Bodensee im Spätsommer 2009. Vorkommen in Zuflüssen sind als Raute dargestellt:

Stand: 14. März 2007:
